Datum: 04.02.10 |
Diese Woche ging es, genau wie in den vergangenen Wochen, relativ ruhig in den US-Charts zu. Keine großen Major-Releases, dafür sind Eminem und Jay-Z weiter auf Rekordejagd und Young Money kann punkten...
Ein Blick in die US-amerikanischen Billboard Charts: Alicia Keys flog aus den Top 10 und ist nun mit ihrem aktuellen Album Element Of Freedom auf Rang elf vertreten. Wir machen einen großen Sprung und landen auf Platz 28, bei Lil Waynes Young Money Crew, die neben Weezy aus Nicki Minaj, Jae Millz, Lil Twist, Tyga, Mack Maine, Gudda Gudda, Shanell, T-Streets und Lil Chucke besteht. Der erste Labelsampler der Crew verkaufte sich in den Staaten seit der Veröffentlichung im Dezember 251.000 mal.
Weiter geht es mit Jay-Z: Jigga verkaufte in Amerika bis jetzt insgesamt 1.578.000 Blueprint 3 Exemplare, miteinberechnet die 14.000 Scheiben, die diese Woche über den Ladentisch gingen. Einen Rang hinter Jay-Z ist Eminem mit Relapse vertreten (Gesamtverkäufe: 1.805.000). Kid Cudis Debütalbum Man On The Moon: The End Of Day ist auch noch viereinhalb Monate nach der Veröffentlichung in der Rangliste: Zur Zeit ist er auf Rang 85 platziert, 6.600 neu verkaufte CDs waren dazu nötig.
Obwohl Lil Waynes Rebirth schon seit Monaten im Internet die Runde macht, kam das gute Stück erst vergangenen Dienstag offiziell in die Läden. Nächsten Donnerstag erfährst du dann hier an gewohnter Stelle, wie viele Platten Weezy, trotz des frühzeitigen Leaks, an den Mann bringen konnte.
Ein Blick in die deutschen Charts zeigt uns, dass Frauenarzt und Manny Marc nicht planen, im Mainstream als One Hit Wonder zu gelten. Disco Pogo steht in den Single Top 100 auf der Fünf. Ihr Hit Das Geht Ab hält sich immerhin noch auf der 24.
Auf der 13 besingt Alicia Keys Jay-Zs Empire State of Mind, Sido ist mit Hey Du immerhin noch auf der 60.
In den Alben Top 50 stellen die Black Eyed Peas das erfolgreichste Urban Music Release. The E.N.D. steigt von Sechs auf Vier. Peter Fox schafft es mit Live Aus Berlin auf die Acht und mit Stadtaffe auf die 18. David Guettas House/Urban Mischung One Love fällt von der Zehn auf die 13, Xavier Naidoo folgt auf der 15 mit Alles Kann Besser Werden. Beatmeister Timbaland steht mit Shock Value 2 auf der 30.
Aus dem RnB/Pop Bereich platzieren sich Rihanna (Rated R) auf der 24 und Keri Hilson (In A Perfect World) auf der 33.
Zu guter Letzt: Jan Delay (Wir Kinder vom Bahnhof Soul) auf Platz 36.
von asd (Gast)
am 04.02.2010, 21:29 Uhr
Wie wärs wenn überhaupt mal DEUTSCHE Verkaufszahlen veröffentlicht werden ;)
z.B. bei dem neuen (inzw. älterem) Samy Album, oder den Selfmade Releases würde mich das echt interessieren ;)
von isleiderso (Gast)
am 04.02.2010, 22:39 Uhr
weil die deutschen zu feige sind die verkaeufe zu veroeffentlichen. zumal sie dann von der musikindustrie veroeffentlicht werden muesste oder vom label, beide seiten haben bisher bewiesen, dass sie betruegen und beluegen, damit ihr geschaeft nicht an kredibilitaet verliert. man muss das auch in relation sehen.
wenn pussido 80 000 platten verkauft ist das so, als wuerde selfmade 'nur' 800 verkaufen. fuer selfmade waeren 800 trotzdem schon relativ solide, waehrend pussido mit 80k geeschaeftlich gefloppt ist. nur mal so nebenbei. will das jetzt auch nicht bewerten.
wenn z.b. irgendein admin in einem forum verkaufszahlen veroeffentlicht ist es eigentlich ausnahmslos gelogen, selbstvermarktung heisst das. und wenn ein kuenstler sagt er haette was weiss ich wieviele dinger verkauft ist das eigentlich auch IMMER gelogen bzw. gepusht (siehe fler, pussido, sido, massiv usw.), wobei das auch von den personen abhaengt.
wenn mir jaw sagt, er hat x platten verkauft, dann kann man ihm das glauben. wenn allerdings congokanacke oder der komische typ ausm massiv forum sagt, label x haette z platten verkauft kann das nicht der wahrheit entsprechen. nichtmal selfmade-records kann man mehr ueber den weg trauen, das ist auch groesstenteils kredibilitaets-erhaltung oder erzeugung.
davon abgesehen, auch wenn irgendwo mal ricghtige verkaufszahlen veroeffentlicht werden oder wurden, werden ja sowieso von ahnungslosen fanboy-kindern als fake bezeichnet. und zwar immer und jedes mal. sonst alles anzweifeln, was hier abgeht, aber der fax glauben, wenn sie schreibt, dass das co2 an allem schuld ist. ja ne is klar, paradoxe, dumme welt
das ist zumindest mein standpunkt. und jetzt kommen die ganzen fanboys an und flamen mich tot.
aber um auf den punkt zu kommen, verkaufszahlen in deutschland sind zu 99.9999999% gefaked
von asd (Gast)
am 05.02.2010, 01:32 Uhr
Also der Kommentar von "isleiderso": Bombe :D
ich hab vorher nicht so weit gedacht, aber wenn man etwas überlegt wird einem schnell klar, warum nur US-Verkaufszahlen hier gepostet werden!
von toxik
am 05.02.2010, 15:03 Uhr
In Deutschland sin d die Regelungen leider anders. Zugang zu den Media Control Charts kostet geld, an Verkaufzahlen kommt man noch viel schwerer dran. Die meisten Labels kennen maximal (wenn überhaupt) die offiziell erfassten eigenen Verkaufszahlen. Viele haben auch nur das feedback vom Vertrieb. Verkaufszahlen aller Artists sind nur schwer zu bekommen.
Aus den Charts lassen die sich auch nur begrenzt ableiten da in Deutschland nicht die Zahl der verkuaften Tonträger sondern der erzielte Umsatz durch den Verkauf berechnet wird. Digital Releases werden da auch mitgerechnet. Heißt in etwa: wenn du von einer teuren Doppel CD mit DVD für 50 Euro 1.000 verkaufst ist das so gut wie von einer 5 Euro CD 10.000 zu verkaufen.
Dadurch dass fast niemand die offiziellen verkaufszahlen kennt, liegt es für Artists natürlich nahe die eigenen Verkäufe zu übertreiben. Kaum einer kann es kontrollieren. Inzwischen klingen die echten Verkaufszahlen bei fast allen Artists lächerlich, sich mit den echten Zahlen zu outen ist da kaum noch möglich. Die Folge ist dass auch bei den Artists falsche Vorstellungen herrschen. Man lügt selbst, glaubt aber irgendwann dass an den Lügen anderer etwas dran wäre. Das führt dazu, dass man die eigenen Möglichkeiten überschätzt. Auch beim Fan wird natürlich ein falsches Bild aufgebaut.
Ich denke, dass verkaufszahlen so schwer zugänglich sind ist für die Musik und die Musiker schädlich. Als Rapper hast du die ersten fünf Jahre lang falsche Vorstellungen, da kann die Landung in der Realität hart sein. Wenn man von vornherein wüsste, dass man zwischen 50 und 1000 CDs verkaufen kann, macht man vielleicht nicht den Fehler mit dem Vertrieb die Produktion von 5000 CDs zuu vereinbaren, was dann natürlich zum Bankrott führen kann. Wenn man diese Erfahrungen überlebt, hat man immernoch gute Chancen ein verbitterter Musiker zu werden, der sich fragt wieso er für 600 Verkäufe soviel Geld und Herzblut investiert.
Natürlich ist es auch nicht öffentlich einsehbar wie viele Schuhe Nike verkauft. Aber dass Labels, Artists udn Fans falsche Vorstellungen haben beziehungsweise die Musikindustrie den Schein aufrecht erhalten will und sich am Ende selbst verarscht, ist gefährlich. Wie soll man wirtschaften wenn man die Fakten nicht kennt?
Wir geben uns Mühe so viel wie möglich zu veröffentlichen. Durch die Regelung in Deutschland geht da aber leider nicht viel mehr als die Charts zu veröffentlichen, die eben nur indirekt über verkaufszahlen Aufschluss geben. Die Angaben der Labels zu veröffentlichen macht wenig Sinn.
von Ferrari 50 (Gast)
am 04.02.2010, 20:25 Uhr
steht nichts von fiddy und versteh auch nich warum von ihm immer nur die verkauszahlen aus den usa gezeigt werden. Weltweit wurde Before I self desruct knapp über 1.5mio verkauft (quelle Wikipedia).