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Kurdo / 11ta Stock Sound / Videoblog 03

Datum: 27.09.2012 |


Kurdo veröffentlicht den neusten Teil seines Videoblogs exklusiv bei Hiphop.de. Mehr über den Rapper erfährst du hier...


 

Kurdo arbeitet zurzeit an einem Mixtape, dass noch dieses Jahr erscheinen soll. Bekannt wurde er mit 11. Stock Sound, 60 Bars und durch die Azzlackz, bei denen er aber nicht mehr gesignt ist. Wieso er sich von ihnen (im Guten) getrennt hat, ist nicht bekannt. In seiner Biografie heißt es "Den angebotenen Plattenvertrag lehnte er ab, um seinen Weg selbstbestimmen zu können." Hier der komplette Biographie-Text: 

 

 

Im Dezember 2011 veröffentlicht Kurdo seinen ersten Song. Mit ruhiger Stimme erzählt der 22-jährige aus seinem Leben. „Ghetto oder nicht? Scheiß drauf, ich bleibe hier -- mein erstes Fotoshooting hatt' ich hier im Polizeirevier". 11. Stock Sound klingt, als habe Kurdo alles gesehen und nie etwas anderes gemacht, als darüber zu rappen. Das Musikvideo erreichte mehr als anderthalb Millionen Views auf YouTube.  Im Februar legte er mit 60 Bars nach: Wieder drehte er das Video in dem Hochhausviertel, in dem er erwachsen wurde, wieder erreichte er mehr als eine Million Views. Der Südwesten Deutschlands wurde zur vorherrschenden Region für deutschsprachigen Gangsterrap, das angesagteste Label des Genres nahm Kurdo in seine Reihen auf.

 

Erst ein Jahr zuvor hatte Kurdo begonnen, Musik aufzunehmen. Zwar schreibt er seit seinem dreizehnten Lebensjahr Texte, in seiner Gegend fehlte es aber an Aufnahmemöglichkeiten. Als Kurdo neun Jahre alt war, flüchtete seine Familie vor Unterdrückung und Krieg aus dem kurdischen Teils des Irak. Eine Odyssee durch sechs Länder führte sie schließlich nach Deutschland. Zwei Jahre wurden sie in einem Asylantenheim untergebracht, bevor sie in Emmertsgrund landeten. 11.000 Menschen leben hier in einem der größten Plattenbauten Deutschlands. Der graue Betonkoloss am Stadtrand wirkt wie ein Fremdkörper zwischen Wald und Weinbergen

 

In der deutschen Schule fühlte sich Kurdo als Außenseiter. Eine 2Pac-CD, die er von seinem großen Bruder bekam, wurde zum Soundtrack seines Lebens. Songs des Frankfurters Azad zeigten ihm, dass Rap auch auf Straßendeutsch funktioniert. Zum ersten Mal sah Kurdo eine Perspektive für seine Zukunft. Als er von der Schule flog, schlug er sich mit Deals und Gelegenheitsjobs durch und arbeitete an seinen Texten. Als er endlich die Gelegenheit bekam, in einem Kellerstudio den ersten Part einzurappen, nahm sein Traum in Rekordzeit Gestalt an. Von Block-Haus zu Block-Haus hören sie seitdem 11. Stock Sound: sozialkritisch, hart und in Kurdos Straßensprache. Auch wenn inzwischen wieder gutgelaunte Skateboarder am Mic gewünscht sind, Kurdo wird seinen Sound nicht ändern. Den angebotenen Plattenvertrag lehnte er ab, um seinen Weg selbstbestimmen zu können. Kurdo kennt keinen Plan B, mit seiner Musik wird er es schaffen, auf eigene Faust.

 

 



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