Datum: 30.08.2010 | Von: Jana Hartung, Tobias Kargoll, Youssef Zauaghi
Kritikerliebling, gefeierter Superstar, Slumkid, Fashion-Ikone, Millionärsgattin und streitbare Botschafterin des Global Pop – das alles ist M.I.A. Sie führt ein Leben zwischen den Extremen...
Das Jahr 2010: junge Musikfreunde shuffeln auf ihrem iPod Alternative Rock, 80er Jahre Rap, französischen Electro House und die neuste Drake Single. Warum? Weil sie es können. Weil Musik kein knappes Gut mehr ist, seit Tonträger überflüssig geworden sind. Musik ist wie Luft, fast immer und überall kostenlos erhältlich. Um guten Rap zu kennen, muss man nicht mehr zwangsläfig drei Jahre im Plattenladen alles durchhören, was interessante Cover hat, man kann auch einfach "best of rap+download" googeln. Dasselbe macht man mit sieben anderen Genres und fertig ist die buntgemischte Tracklist, die einen von nun an durchs Leben begleitet.
Kein Wunder, dass auch die Artists Genres durcheinander werfen wie nie zuvor. Warum? Weil sie selbst auch querbeet hören und weil sie wissen, dass ihre Fans Bock darauf haben. Wir hatten uns damit bereits in den Artikeln über Hipster Rap (Hipster Rap – Legerer Habitus dank Majordeal im Gucci-Bag) und Electro Rap (Hiphops Zukunft? Electro Rap 2008) beschäftigt und bis heute hat sich daran nichts geändert. Alles wird mit allem gemischt. Natürlich müssen Genres wie Rap dabei aufpassen, sich nicht im Mash Up Mainstream aufzulösen, wie Corega Tabs im Zahnputzbecher. Aber musikalische Innovation, neue Sounds, vielleicht sogar neue Genres, kann man ja nicht schlecht finden. Oder? Ohne etwas Mut wäre Rap schließlich garnicht erst entstanden.
Ein großer Teil der heutigen Mischmasch Mucke ist von Hiphop mindestens beeinflusst. Rap ist ein häufiges Element. Und guckt man sich die Rapper in der hippen, internationalen Mischmach Musik Welt an, fällt eins auf: verdammt viele sind Frauen. Beispiele? Miss Platnum, Lady Sovereign, M.I.A., Rye Rye, Amanda Blank, Terry Lynn, Kid Sister oder Uffie. Dass man an so viele denken kann, wäre nichts besonderes, wenn das Geschlechterverhältnis in der herkömmlichen Hiphop Welt nicht so anders aussehen würde. Wie kommt es, dass es so viele Frauen gibt, die auf Mash Up Beats rappen? Während es so wenige gibt, die sich in der herkömmlichen Hiphop Welt am Mic durchgesetzt haben? Vielleicht kannst du uns eine Antwort in den Kommentaren da lassen, während wir dir einige der Rapperinnen der Mischmasch Musik Welt vorstellen. Nach Miss Platnum geht es weiter mit...
Wenn es eine Künstlerin versteht aus verschiedensten Musikgenres ihren eigenen, ganz persönlichen Sound zu kreieren, dann ist es die britisch-tamilische Musikerin M.I.A. Im Juli veröffentlichte sie ihr drittes Album Maya, erneut geht es auf eine wilde, experimentelle und eigenwillige Reise, die härter daherkommt, als der Sound ihrer Vorgängeralben Arular (2005) und Kala (2007). Die erste Single XXXO, zu der auch Jay-Z einen Remix aufnahm, konnte einen da schon auf die falsche Fährte führen.
von S_Dope
am 31.08.2010, 09:42 Uhr
Sehr schön.. Gut geschrieben und ich teil auch viele Anischten. M.I.A. ist der hammer, nicht erst seit "XXXO" ;O)