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Rick Ross - Durchs Ziel und darüber hinaus

Datum: 15.07.2010 |  Von: Tobias "Toxik" Kargoll


Wieso Rick Ross Höhe- und Tiefpunkt der Gangster Rap Geschichte ist, wieso sein Image Boobie Williams nachempfunden ist, was gegen Entertainment Rap spricht und eine Track für Track Preview zu "Teflon Don"...


 

Heute, am 16. Juli, erscheint in Deutschland Rick Ross' neues Album Teflon Don. Mit dabei sind unter anderem Kanye West, Jay-Z, Gucci Mane, Styles P, Jadakiss, T.I., Erykah Badu, Cee-Lo, Trey Songz und P.Diddy

 

Nach den Querelen des letzten Jahres sieht die Ausgangslage diesmal entspannter aus. Zur Promo hat der Maybach Musiker das Mixtape The Albert Anastasia EP ins Rennen geschickt; auf mediale Schlammschlachten zur Verkaufsförderung verzichtet er dafür. Die sind vielleicht auch gar nicht mehr nötig: die Kredibilitätskrise des letzten Jahres hat der zum Gangster Rapper konvertierte Gefängniswärter offensichtlich unbeschadet überstanden. Selbst als auch dem Letzten klar wurde, dass die Figur Rick Ross wenig mit dem Menschen William Leonard Roberts II zu tun hat, ging sein Album Deeper Than Rap auf die Eins der US-Charts.

 

Wir meinen: Rick Ross stellt einen Höhepunkt der Gangster Rap Geschichte dar. Wieso, weshalb und warum versuchen wir auf den nächsten Seiten zu begründen. Ab Seite Fünf verraten wir dir alles über das neue Album Teflon Don, Musik inklusive.

>> Rick Ross - Teflon Don Preview

 

Am Ende der Gangster Rap Geschichte

 

Entertainment Rap, wie ihn Rick Ross macht, mit unterhaltsamen Gangster Märchen, gibt es auch in Deutschland. Und ebenso wie hier, verhindert mangelnde Authentizität nicht den Erfolg bei der Masse der Käufer. Eine logische Konsequenz, seit Rap auch in der Popwelt stattfindet, in der seit jeher andere Regeln gelten. Auch in der Rapszene scheint man sich an erfundenen Images, von denen auch in Interviews nicht abgerückt wird, aber nicht mehr zu stören. Wie ist es dazu gekommen und stört das eigentlich irgendjemanden außer dem Typ von Hiphop.de?

 

Eigentlich sah es in der Rap-Welt mal so aus: der Rapper erzählt aus seinem Leben und vermittelt dem Hörer ein Bild seiner Welt. In den späten Achtzigern begannen Schoolly D, Ice-T und KRS-Ones Boogie Down Productions in ihren Texten das Leben von Kriminellen zu portraitieren. Sie griffen dabei auf eigene Erfahrungen und Beobachtungen aus ihrer Gegend zurück. Da Battle seit Tag Eins zu den Kernelementen der Hiphop Kultur gehört, wurde dabei auch gerne mal übertrieben. Das passte auch zum Auftreten der portraitierten Kriminellen. Mit dem Satz "mach mich nicht an, ich bin manchmal ein bisschen krass" gewinnt man als angehender Massenmörder schließlich keinen Blumentopf.

 

Die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischte im Gangster Rap so von Anfang an. Ein weiteres Kernelement der Hiphop-Welt ist allerdings Realness, was sich in diesem Fall mit Authentizität übersetzen lässt. Wer nicht nur in einem Song einen Dealer portraitiert, sondern allgemein von sich behauptet einer zu sein, sollte zumindest mal einer gewesen sein. Wer nie einer war, umso besser, er sollte nur über etwas anderes rappen. Sein eigenes Leben zum Beispiel. Ganz einfach eigentlich und naheliegend, wenn man Rap ernst nimmt und nicht als reines Unterhaltungsprodukt versteht.

 

Nun wurde Gangster Rap mit N.W.A. zum erfolgreichsten Rap Genre. Immer mehr Rapper wollten gerne Gangster sein, immer mehr Kriminelle wurden vom Rampenlicht der Rap Welt angezogen. Die Grenzen verwischten weiter. Neben authentischen Hood Berichten gab es seit den ersten Tagen Rapper, die den Gangster vor allem mimten. Wie ein Schauspieler? Fast. Al Pacino behauptet ja nicht, privat Mafia Mitglied zu sein. Rapper vergleichen sich mit Schauspielern, wenn sie in einer Talkshow mit ihrem schlechten Einfluss auf die Jugend konfrontiert werden. Fans und Hiphop Magazinen gegenüber und auf sämtlichen Songs wird dann aber wieder betont, der einzig-echte Kokain verschiffende Mörder im Rap Game zu sein. Passt das zum Realness Gedanken der Hiphop Kultur? Nein.

 

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KOMMENTARE

von Blizzard (Gast)

am 16.07.2010, 15:36 Uhr

Der sollte für Bürger King werben

von Ceee (Gast)

am 17.07.2010, 13:38 Uhr

Rick Ross ist einfach ein Fettsack, der sich das System erst von der einen Seite angeschaut hat, und sein Wissen dann auf der anderen Seite genutzt hat.
Oder, er ist einfach ein fetter, ueberbezahlter Illuminati. Beides sehr sehr realistisch.
Seine Korpulenz, allerdings, ist sein Fixpunkt. ;P

von YoungStunner

am 17.07.2010, 17:33 Uhr

Ich bin ein Fan seit Port of Miami und ich muss sagen, er wird mit jedem Album besser! Da können die anderen haten wie sie wollen, er macht sein Ding.

von DisturbingThaPeace

am 21.07.2010, 13:39 Uhr

Bin auch wie YoungSTunner ein Fan seit Port of Miami, aber das wars auch mit dem Album hat er mich umgehaun und seit dem kam nur mehr whackness, und Teflon Don ist genau so whack, was ist nur los mit den ganzen Künstlern omg :(

von AZiiZii (Gast)

am 11.08.2010, 23:48 Uhr

für mich ist dieser artikel einer der krassesten artikel von hiphop.de ..
ich feier rick ross und sein neues album teflon don.
obwohl ich seine vergangenheit weiss. und weiss das 0% gangsta ist ..
abr egal . TEFLON FICKT ALLES !!!!!!!