Datum: 05.07.2010 | Von: Tobias Kargoll
OutKasts Big Boi bringt am 6. Juli sein erstes Soloalbum auf den Markt. Nicht nur die Single "Shutterbugg" zeigte im Vorfeld, dass man ein starkes Stück Musik erwarten kann...
Das Wort "outcast" bezeichnet einen Außenseiter. Big Boi und sein kongenialer Partner André 3000 sind seit 1991 ein Duo und der Name passt nach 21-fachem Platin maximal noch, weil sie niemals mit dem Strom geschwommen sind. Mit Sir Luscious Left Foot: The Son of Chico Dusty bringt Big Boi nun am 6. Juli sein erstes wirkliches Soloalbum auf den Markt. Nicht nur die Single Shutterbugg zeigte im Vorfeld, dass man ein starkes Stück Musik erwarten kann.
Die Veröffentlichung deines Albums wurde einige Male verschoben, du musstest das Label wechseln. Für einen Multiplatin Rapper wie dich dürfte es doch eigentlich nicht schwer sein ein passendes Label zu finden - Wo lag das Problem?
Die Leute von Jive Records haben meine Musik nicht verstanden. Sie haben gesagt, dass nicht genau wissen, wie sie meine Musik vermarkten sollen. Sie wollten, dass ich mehr 0815 Musik mache, aber das ist nicht das, was ich tun will.
Was genau verstehen die Leute von Jive Records nicht an deiner Musik? Dein neues Album klingt zwar nicht nach einem OutKast Album, aber man weiß doch wofür du stehst und dass der Sound funktioniert.
Sie respektieren meine Kreativität nicht und wollen einem sagen, was man zu tun hat. Das möchte ich nicht. Ich bin froh jetzt wieder L.A. Reid an meiner Seite zu haben und mit ihm zu arbeiten. Er lässt mir meine kreative Freiheit, sodass ich genau den Sound machen kann, den ich machen möchte. Das ist der Punkt.
Du hast einen großen teil des Albums co-produziert. Wir genau bringst du dich ein, wenn du mit den Producern am Beat arbeitest?
Zuerst bekomme ich einen Beat vorgelegt, aber ein Beat ist eben nur ein Beat. Ich veredle ihn dann mit neuen Elementen. Ich hole zum Beispiel Gittarren- oder Keyboardspieler dazu, die dem Beat nochmal eine ganz andere Note verpassen können.