Datum: 08.05.2008 | Von: Christian "Courtmasta" Baldermann
Franky Kubrick über Kritiker, den Labelwechsel, MTV...
Sein neues Album Dramaking ist im Laden - wir sprachen mit Franky über Kritiker, den Labelwechsel, MTV und das Album...
Hi Franky, dein Album Dramaking ist seit Freitag in den Läden. Wie zufrieden bist du mit der ersten Resonanz?
Sehr. Bis jetzt hab ich eigentlich nur Gutes gehört. Ich hoffe, dass unser neuestes Video zu dem Song Keiner weiss ausnahmsweise von MTV gespielt wird und wir so noch ein paar Leute mit dem Album erreichen, die bis jetzt nichts davon wussten.
Schon seit Jahren erscheint der Name Franky Kubrick bei Kritikern stets im positiven Kontext. Dennoch bliebst du außerhalb der Rapszene ein Geheimtipp. Erhoffst du dir mit Dramaking den großen Durchbruch?
Keine Ahnung... Ist mir auch egal. Ich muss nicht von heute auf morgen ein Superstar sein. Das, was ich aber bereits weiß ist, dass ich nach diesem Album nachlegen werde und die Leute mich als einen der lyrisch besten Rapper wahrnehmen werden.
Das beweise ich auf diesem Album jedem, der mich noch nicht auf der Map hatte.
2004 war es die mangelnde Promotion für Rücken zur Wand, die dich und Four Music auseinanderbrachte. Wird Optik deinen Ansprüchen eher gerecht?
Das stimmt nicht ganz. Eigentlich dachte ich, ich mache noch ein weiteres Album bei Four und hatte bereits einige Songs aufgenommen als ich plötzlich von meinem Homie Strachi, der mit Four in Kontakt stand, die Nachricht bekommen hab'.
Von Four hat mich bis heute niemand angerufen.
Im Endeffekt war es aber das Beste was mir passieren konnte, sonst wäre ich heute nicht bei Optik.
Dein Album wirkt im Vergleich zu anderen Deutschrap-Releases unglaublich reif und erwachsen. Hast du bewusst darauf hingearbeitet?
Die Inspirationen zu diesem Album stammen aus dem echten Leben, aus meinem Leben oder dem meiner Leute. Ich habe eine lange Zeit einen 1Euro-Job gemacht.
In der Werkstatt, in der ich beschäftigt war, gab es viele Jugendliche, die dort ihre Sozialstunden ableisteten oder Ex-Junkies, die als Auflage dort arbeiten mussten.
Ich hab' früher selber viel Scheiße gebaut und hatte auch immer mit Leuten von der Straße zu tun. Ich denke ich lebe in einer Zwischenwelt... zwischen dem roten Teppich und dem Sozialamt. Was ich damit sagen will, wenn mein Leben so schön wäre wie das dieser Rapper, die noch immer Zeit finden sich über die Flows der anderen zu streiten oder darüber wer welche Kette rockt oder Auto fährt, dann würde mein Album anders klingen. Manchmal inspirieren einen diese ganzen Probleme. Selbst Probleme von anderen. Es gibt so viele Geschichte die erzählt werden müssten... und wir rappen noch immer über Rap.
von Sam (Gast)
am 13.05.2008, 09:46 Uhr
nice! richtig nice!!
www.myspace.com/samadhistuttgart