Datum: 25.01.2010 | Von: Marco "Corleone" Gaglio
Wenn der Macher das Game mit "Non Stop Climax Action" beschreibt hat er entweder zu viel geraucht oder aber er hält Wort. Im Falle Baynonettas steht der Devil May Cry-Erfinder dahinter und hält Wort...
Hinter Bayonetta steht der Vater der Devil May Cry-Serie Hideki Kamiya und damit ist die Marschrichtung auch schon vorgegeben. Kamiya nennt das Game "Non Stop Climax Action" und letzten Endes hat der gute Mann nicht untertrieben. Natürlich gibt es auch Passagen zum Durchschnaufen, aber wer von Action nicht genug bekommen kann, der ist hier genau richtig.
Bayonetta ist eine Hexe und erinnert sich an nichts mehr. Wer bin ich? Woher komme ich? Was mache ich? All diese Fragen, die man sich normalerweise nach zu viel Schnäpsen stellt, treibt die Hexe an. Auf der Suche nach sich selbst stößt Bayonetta auf die Geschichte zweier Clans, die die Weltgeschichte bisher in der Balance gehalten haben. Diese Balance ist nun allerdings gestört und göttliche Mächte versuchen euch an den Kragen zu gehen. Aber wieso uns? Ist doch auch nicht wichtig, die Story ist letzten Endes Beiwerk. Bayonetta besticht durch Action, hat Kamiya doch bereits gesagt, also schnell den ersten Gegner vermöbelt
und weiter geht’s. Neben den Wummen, die Bayonetta in den Stiefeln trägt sind auch ihre Haare von größter Bedeutung. Nein, keine Sorge, hier haben wir es nicht mit einem Spiel voller Frauenprobleme zu tun, es bleibt bei der Action. Mittels ihrer Haare kann Bayonetta nämlich nicht die aktuellen Trendfrisuren herbeizaubern, sondern hilfreiche Bestien. Egal ob schwarzer Panther, eine Krähe oder einen riesigen Drachen, Bayonetta hat alles in der Frisur und kann letztere auch zur gigantischen Faust ballen. Das Kampfsystem selbst wirkt wie einer Weiterentwicklung der Devil May Cry-Saga und verändert sich je nach Waffenkombination. Von den Waffen gibt es übrigens dank des Waffenhändlers mehr als genug. Schwert, Pistole, Peitsche, Klauenschuhe - alles was das Herz einer Dame begehrt. Während das Spiel in den normalen Schwierigkeitsgraden noch machbar ist, geht es im schweren Modus heiß her. Dieser ist schon nicht leicht freizuschalten und hinterher ist man froh, dass man im Menü jederzeit auf einen leichteren Modus zurückschalten kann.
Besonders viel Mühe haben sich die Entwickler bei den Bossfights gegeben. Letztere sind grandios in Szene gesetzt und ohne die richtige Taktik nicht zu meistern. Weicht den Angriffen aus und aktiviert so die "Witch Time", die die Zeit kurz anhält. In dieser Phase kann man auch eine lange oder komplizierte Komboattacke starten, was die Bosskämpfe wiederum erleichtert. Letzten Endes sind es aber nicht nur die Bossfights, sondern es jagt ein Höhepunkt den nächsten.
Bewertung:
4,5 von 6
Fazit:
Bayonetta kann nur aus Japan kommen. Derart abgedrehte Action haben einfach nur die Japaner drauf. Zwar ist die Story komplett für die Tonne und belanglos und die Ladezeiten sind einfach überirdisch lange, aber Bayonetta muss man meiner persönlichen Meinung nach einfach gesehen haben. Vorsicht allerdings vor dem schweren Schwierigkeitsgrad - ich musste mich hier geschlagen geben.

von MaxiMal (Gast)
am 01.02.2010, 15:21 Uhr
Wirklich ein super Game!!! Habs mir bei Konsolenkost günstig geholt. http://www.konsolenkost.de/-Xbox-360-Spiele-Xbox-360-Bayonetta-USK18/a-9002089/ Ich kann dem Fazit zustimmen: Mann muss dieses Game gespielt haben!!!